Zweimal den Bildungsscheck beantragt und bekommen.

BILDUNGSSCHECK ABC

Wie beantrage ich einen Bildungsscheck?

Fortbildungen sind super. Aber nicht immer ganz günstig. Gut, dass man dabei auch als Arbeitnehmer, den einen oder anderen Euro sparen kann. Aber wie? Kim hat’s für uns ausprobiert und in diesem Jahr knapp 1000 Euro bei ihren Fortbildungen gespart. Möglich macht’s der Bildungsscheck. Hier ist ihr Erfahrungsbericht.

Anfang des Jahres wollte ich mich im Bereich WordPress fortbilden. Ich habe mir also den passenden Schulungsanbieter ausgeguckt und hatte innerhalb kürzester Zeit ein Angebot vorliegen: 890 Euro sollte der Spaß kosten. Da klingelte es in meinem Kopf. Es gibt doch diese Bildungsschecks.

Aber was ist das nochmal genau und wie kriegt man so einen selbst?

Was ist der Bildungsscheck?

Mit einem Bildungsscheck kann man als Arbeitnehmer 50%, aber maximal 500 Euro, bei einer beruflichen Fortbildung sparen. Es gibt zwei mögliche Zugänge, um diesen zu beantragen

Pro Jahr kann man beide Zugänge einmal nutzen. Der betriebliche Zugang kann jährlich allerdings nur von 10 Mitarbeitern des gleichen Unternehmens genutzt werden.

Ich habe in diesem Jahr schlussendlich über beide Zugänge einen Bildungsscheck beantragt und eingelöst und kann sagen: Wenn man einmal den Dreh raus hat, ist es echt leicht. Bei meinem ersten Versuch war es allerdings tatsächlich noch – sagen wir mal – holprig.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Bildungsscheck zu beantragen?

Für die beiden Zugänge müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Davon hatte ich im Vorfeld natürlich überhaupt keine Ahnung und habe prompt ein Einzeltraining gebucht, was aber nicht förderfähig ist. Nur Gruppentrainings werden gefördert. Dabei sind zwei Leute schon eine Gruppe und so haben wir einfach noch eine Kollegin mit ins Training gesetzt. Das war so einfach möglich, weil die Schulung bei uns stattgefunden hat. Denn: Auch inhouse Schulungen werden gefördert.

Hier ist eine Übersicht über die zu erfüllenden Voraussetzungen.

Das kleine Bildungsscheck abc...

Wie beantragt man einen Bildungsscheck? Kim Laura hat's in diesem Jahr gleich 2x gemacht und erklärt wie man ganz einfach bis zu 1000 Euro bei beruflichen Fortbildungen sparen kann. Gibt's auch als Blogbeitrag auf unserer Webseite: https://goldsteps.de/bildungsscheck/

Gepostet von goldsteps consulting GmbH & Co. KG am Donnerstag, 18. Juli 2019

Der Bildungsscheck in 90 Sekunden erklärt

Betrieblicher Zugang

Voraussetzungen Unternehmen

  • Unternehmenssitz = NRW
  • weniger als 250 Beschäftigte
  • max. 10 Bildungsschecks pro Jahr pro Unternehmen

Voraussetzungen Fortbildung

  • Dauer = mind. 1 Tag (mehr als 6 Stunden)
  • Gruppentraining (mind. 2 Teilnehmer)
  • Bezug zur Berufsausübung
  • bei Inhouse-Schulungen muss ein externer Trainer die Veranstaltung führen

Individueller Zugang

Individuelle Voraussetzungen

  • Wohnsitz in NRW
  • Zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000-40.000€
  • beschäftigt oder selbstständig

Voraussetzungen Fortbildung

  • Dauer = mind. 1 Tag (mehr als 6 Stunden)
  • Gruppentraining (mind. 2 Teilnehmer)
  • Bezug zur Berufsausübung
  • bei Inhouse-Schulungen muss ein externer Trainer die Veranstaltung führen

Wo beantrage ich meinen Bildungsscheck?

Naiverweise dachte ich, ich kann meinen Bildungsscheck einfach online beantragen. Formular ausfüllen, abschicken, fertig. Aber so schnell geht’s leider nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Beratungsstellen, bei denen man so einen Scheck beantragen kann. Persönlich. Vor Ort.

Der Part ist zugegebenermaßen nicht so wahnsinnig arbeitnehmerfreundlich. Andererseits dauert der Termin vor Ort nur rund 15 Minuten. Das könnte man also auch mal flott in der Mittagspause erledigen, wenn man nicht so flexible Arbeitszeiten hat wie ich.

Beratungsstellen gibt es übrigens viele. Ich bin zur IHK bei uns um die Ecke gegangen. Aber ich hatte vier oder fünf verschiedene Beratungsstellen ganz in meiner Nähe zur Auswahl.

Was muss man zum Beratungsgespräch mitbringen?

Das variiert auch wieder zwischen den beiden Zugängen. Als ich den betrieblichen Zugang genutzt habe, kam mir die Liste ganz schön umfangreich vor. Ich brauchte:

  • Unterlagen zur geplanten Fortbildung. Es muss ersichtlich sein, welche Fortbildung ich besuchen möchte, wie viele Personen daran teilnehmen und was das ganze kostet.
  • Unternehmensdaten (Adresse, Anzahl der Beschäftigten (männlich/weiblich), Wirtschaftszweigzugehörigkeit, Kammerzugehörigkeit, Betriebsnummer)
  • Personalausweis
  • Datenschutzrechtliche Erklärung (wurde mir im Vorfeld per Mail zugeschickt und musste von mir nur ausgefüllt werden)
    Vollmacht von meinem Chef, damit ich das Beratungsgespräch selbst durchführen darf

Für den individuellen Zugang konnte ich mir die Infos zu meinem Unternehmen natürlich sparen. Da wurde lediglich abgefragt, dass das Unternehmen nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt. Eine Vollmacht brauchte ich logischerweise auch nicht.
Logisch? Klar! Wenn man als Mitarbeiter einen betrieblichen Bildungsscheck beantragt, dann zahlt der Arbeitgeber 50% der Fortbildungskosten und 50% werden über den Scheck abgedeckt. Und um das klar zu stellen, braucht man die Vollmacht. Es sei denn, der Chef geht selbst los und beantragt den Bildungsscheck für seine Mitarbeiter. Beim individuellen Zugang trage ich selbst die übrigen 50% der Kosten.

Für das Beratungsgespräch für den individuellen Zugang musste ich diese Dinge mitbringen:

  • Flyer zur Fortbildung
  • Einkommenssteuerbescheid, der nicht älter als drei Jahre ist
  • Aktuelle Verdienstbescheinigung
  • Personalausweis

Wie wird der Bildungsscheck eingelöst?

Man bekommt den Bildungsscheck am Ende des Beratungsgesprächs ausgedruckt, gestempelt und unterschrieben in die Hand gedrückt und reicht den beim Schulungsanbieter ein. Das Unternehmen oder man selbst bekommt dann schlussendlich nur eine Rechnung über 50% der Kosten. So einfach ist das.

Zur Einlösung hat man übrigens 6 Monate Zeit. Das Training darf aber frühestens einen Tag nach der Beantragung starten.

Fazit

Während ich bei meinem ersten Antrag über den betrieblichen Zugang noch mit der IHK und meinem Ausbilder hin und her telefoniert und geschrieben habe, war das beim zweiten Mal alles kein Problem mehr. Einmal geklärt: Akzeptiert der Schulungsanbieter Bildungsschecks? Termin bei der Beratungsstelle vereinbart. Unterlagen zusammengestellt und los.

Ich kann das wirklich jedem wärmstens empfehlen, für seine Fortbildung einen Bildungsscheck zu beantragen. Leichter sind 500 Euro nicht gespart.

  • On 18. Juli 2019
Tags: Bildungsscheck, Blogbeitrag, Förderung
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